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Malteser Ochtrup

Geistig-religiöse Grundlagen

Bei den Maltesern steht der Mensch und die Liebe Gottes zu ihm im Mittelpunkt. In ihr sehen wir die unbeendbare Würde eines jeden Menschen begründet. Sie ist es, die uns zur Nächstenliebe mahnt und fähig macht. Diese Liebe hat Gestalt angenommen in Jesus Christus.

Als Malteser stehen wir in einer großen über 900jährigen Tradition, aus der wir immer wieder wesentliche Impulse für unser Handeln heute empfangen können und sollen.Dass die Kirche eine Bewegung als Orden anerkennt, bedeutet nie bloß die Zustimmung zu einem menschlichen Verein. Vielmehr drückt sich darin der Glaube daran aus, dass über menschliche Bemühungen hinaus, Gott hier eine Sendung schenkt, die ihre spezifische Gestalt von Ihm hat und auf die er die Zusage der Kraft des Heiligen Geistes für den Weg in dieser Sendung legt.

Ihr Ansprechpartner

Franz-Heinz Duesmann
Stadtbeauftragter
Tel. (02553) 5577
Fax (02553) 80862
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Die herausragende Bedeutung Johannes des Täufers unterstreicht das Wort Jesu:

 „Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.“ (Mt. 11,10)

 

 

Johannes ist der Mann im Hintergrund

 

„Ihr selbst könnt mir bezeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Messias, sondern nur ein Gesandter, der im vorausgeht. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude ist nun für mich Wirklichkeit geworden. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ (Joh 3,28-30)

Johannes sagt dieses Wort über sich selbst. Im Bild vom „Freund des Bräutigams“ stellt er sich ganz in die Nähe von Jesus, aber er steht neben ihm; gleichzeitig steht er in einer engen Verbindung zu den Menschen, die er Braut nennt. Ihnen steht er gegenüber. Für sie macht er Jesus transparent. Er tritt zurück, als seine Aufgabe erfüllt ist und Jesus mehr und mehr „Fuß fasst“ und so beginnt, seine Sendung zu verwirklichen. 

 

Johannes ist der Zweifler

Das Leben geht an Johannes dem Täufer nicht vorbei, es holt ihn ein. Von den Menschen verfolgt, wird er ins Gefängnis geworfen. Ganz auf sich gestellt, beginnt er, an seiner Verkündigung zu zweifeln:

"Johannes hörte im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Jesus antwortete ihnen: „Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“ (Mt 14,2ff)

Jesus gibt auf die Anfrage des Täufers keine eindeutige Antwort. Er verweist auf die Dinge, die durch ihn geschehen. Die Zuwendung zu den Kranken und Bedürftigen nimmt in seinem Handeln einen ersten Platz ein. In seinem Tun an den Kranken und Bedürftigen erweist Jesus sich als der Heiland, als der angekündigte Messias. Für Johannes wird deutlich: er hat sich nicht getäuscht.

 

Johannes ist der Wegbereiter

Johannes ist es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat:

„Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“ (Mt 3,3)

Er bereitet die Menschen auf Jesus vor, fordert sie zur Umkehr auf und tauft sie zum Zeichen der Umkehr. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er nicht der Messias ist:

Er (Johannes) antwortet ihnen:

„Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.“ (Joh 1,26+27)

 

Johannes ist der Wahrhaftige

Johannes setzt nicht nur ein Zeichen der Umkehr durch die Taufe. Er scheut sich nicht, die unangenehme Wahrheit zu sagen und die Menschen einzufordern:

„Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuergeworfen.“ (Mt 3,7-10)

Seinen Ruf zur Umkehr fasst er in ein Gerichtsbild, das dem Menschen ein eindeutiges Zeichen und eine eindeutige Entscheidung abverlangt.

Über das Schicksal Jesu lässt er die Menschen nicht im Unklaren:

„Am Tag darauf stand Johannes wieder dort, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richteteJohannes seinen Blick auf ihn und sagte:„ Seht, das Lamm Gottes!“ Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.“ (Joh 1,35-37)

Die Härte schreckt die neugierig gewordenen Jünger nicht ab; sie gehen mit Jesus, obwohl Johannes sie auf den Kreuzestod Jesu (Lamm Gottes, das geschlachtet wird) hinweist. Der Hinweis des Johannes auf das Lamm Gottes ist ein in der Frömmigkeit des Judentums verwurzeltes Bild. Der leidende Gottesknecht wird das Volk durch seine Selbsthingabe erlösen. (vgl. Jes 52,13-53,12)

Ursprünglich handeite es sich um ein weißes Balkenkreuz, das die Kreuzfahrer, die zur Befreiung des Heiligen Landes kamen, auf ihren Kleidern trugen. Die Mitglieder der Brudergemeinschaft des Hl. Johannes trugen es auf ihrer schwarzen Kukulle, die der Ordenstracht der Benediktiner nachgebildet war. Später wurde aus dem Balkenkreuz das Kreuz mit acht Spitzen. Das Kreuz kommt zum ersten Mal in dem Siegel des Ordenshospitals in Jerusalem vor. Gefunden wurde es auch am Zugang zur Helenenkapelle der Grabeskirche in Jerusalem und auf den Münzen der Stadt Amalfi.

 

Das Ordenskapitel von 1489 sagt über das Kreuz: „So sollen die Ritter vom Hospital, indem sie mit frommem Eifer sowohl die eine als auch die andere dieser Pflichten erfüllen, auf ihrem Gewande das Kreuz mit acht Spitzen tragen, damit sie eingedenk sind im Herzen, das Kreuz Christi zu tragen, geschmückt mit acht Tugenden, die sie begleiten.“

Mit kirchlicher Erlaubnis wurde das Kreuz auch auf die roten Waffenröcke der Ritter übertragen.

Bereits im Jahr 1485 wurden den acht Spitzen des Kreuzes die acht Seligpreisungen der Bergpredigt zugeordnet:

 „Dann begann Jesus zu reden und lehrte sie. Er sagte:

  1. Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
  2. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
  3. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
  4. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
    denn sie werden satt werden.
  5. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
  6. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
  7. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
  8. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; 
    denn ihnen gehört das Himmelreich.
  9. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.“ (Mt 5,2-11)

Die Seligpreisungen verweisen auf das, was Gott schenkt: Leben in Fülle. Das dürfen wir von Gott erwarten. Mit dem Kreuz erinnern wir die Menschen an die Gabe Gottes und bestärken uns als Gemeinschaft in diesem Glauben.

Die vier innenliegenden Ecken wurden den vier Kardinaltugenden zugeordnet: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Sie bilden Angelpunkte des sittlichen Lebens und regeln menschliches Tun, ordnen die Leidenschaften, lenken das Verhalten der Vernunft, dem Glauben entsprechend.

 

Klugheit:

Lässt in jeder Lage wahres Gut erkennen und richtige Mittel zu dessen Erlangung wählen; sie lenkt unmittelbar das Gewissensurteil

Gerechtigkeit:

Ist der beständige und feste Wille, Gott und dem Nächsten das zugeben, was ihnen zusteht.

Tapferkeit:

Lässt in Schwierigkeiten standfest sein und am Erstreben des Guten festhalten. Sie besiegt die Angst vor Verfolgung und Tod.

Mäßigung:
Zügelt die Neigung zu übertriebenen Vergnügungen und lässt im Gebrauch geschaffener Güter das rechte Maß einhalten.

So wie die acht Spitzen des Kreuzes nach außen gerichtet sind und die frohe Botschaft vom Leben weitergeben, sind die nach innen gerichteten Ecken für den Malteser selbst gedacht und bilden die Basis unseres Dienstes.

Das Malteser Kreuz wird in Schildform getragen. Das „Schild“ weist auf die Verteidigung des Glaubens und der christlichen Stätten hin - auf die militärische Verteidigung, die in den ersten Jahrhunderten des Ordens notwendig war, und auf die friedliche, die heute im Sinne eines Bekenntnisses gefordert ist.

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Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e. V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE8037 060 1201 2012 14757  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7