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Feilschen wie die Hanseaten
Ochtruper Malteser Jugend beim Bundeslager in Vechta
Ochtrup. Mit einem feierlichen Gottesdienst der Malteser-Jugend und einem großen Abschlussfest ging jetzt das 28. Bundesjugendlager der Malteser-Jugend zu Ende. In der vergangenen Woche traten 600 Kinder und Jugendliche, die seit dem 28. Juli auf dem BDKJ-Jugendhof in Vechta ihre Zelte aufgeschlagen hatten, die Heimreise an - darunter auch 30 Jugendliche und junge Erwachsene aus Ochtrup. Aus Deutschland, Litauen, Polen und Serbien waren die Teilnehmer gekommen, um zu zelten, Ausflüge zu machen, zu spielen und am Lagerfeuer zu singen.
Das Zeltlager lief die ganze Woche unter dem Motto „Hökern un praten - wie dei Hanseaten“. So herrschte über die gesamte Zeit reges Handelstreiben auf dem Lagerplatz, und die Kinder und Jugendlichen stellten ihr Geschick im Tauschgeschäft auf die Probe. Zu Beginn des Lagers hatten alle Gruppen ein Budget an Handelswaren zur Verfügung bekommen, die sie tauschen konnten, sowie eine Einkaufsliste mit Waren, die es zum Ende des Lagers einzutauschen galt. Diese konnten sie sowohl jeden Tag während der Handelszeit als auch während des Programms bei Spielen oder für besondere Verdienste für sich gewinnen. Den Abschluss dieses Spiels bildete ein großer Handelsmarkt. Hier feilschten die Teilnehmer noch mal, was das Zeug hielt.
Jede Ortsgliederung bildete einen typischen Beruf aus der Zeit der Hanse nach und bot ihre selbst gemachten Waren zum Tausch an. Die Ochtruper Jugendlichen traten als arabische Teppichhändler auf und präsentierten ihre gut vorbereiteten Kostüme. „Mit Trommeln, Marktschreiern, Feuerspuckern und Gauklern wurde es etwas ganz Besonderes“, sagte die Ochtruper Gruppenleiterin Anika Krispin.
Einen weiteren besonderen Programmpunkt stellte ein zweitägiger Haik (ein Orientierungslauf) dar, bei dem einige Jugendliche aufbrachen, um ein Stück des Jakobsweges zu wandern. Eine Sozialak¬tion, bei der Malteser Jugendliche, unter anderem auch zehn Jugendliche aus Ochtrup, eine Wallfahrt nach Bethen für Menschen mit Behinderungen oder körperlichen Beeinträchtigungen unterstützten, zeugte zudem von sozialem Engagement.
„Es war ein rundum gelungenes Zeltlager“, so Yannic Werremeier, Stadtjugendsprecher aus Ochtrup. „Auch im nächsten Jahr wird wieder ein Bundesjugendlager stattfinden. Unsere Gruppe aus Ochtrup freut sich schon darauf, in der Diözese Rottenburg/Stuttgart wieder daran teilzunehmen und dort neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen.“