Navigation
Malteser Ochtrup

Für Sie gelesen: Viele neue Aufgaben im Corona-Jahr

Hilfseinsätze der Malteser

23.12.2020
Hygiene und Infektionsschutz im Rettungsdienst: Ein Mitarbeiter, der den Rettungswagen desinfiziert, hat das Infektionsschutz-Set angelegt. (Foto: Häfner/Malteser)
Mehrfach waren die die Töpferstädter in Abstrich-Teams unterwegs.

Ochtrup. Für die Mitglieder der Malteser aus Ochtrup war dieses Jahr ein sehr besonderes. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Hilfseinsätze übernommen. Während das alltägliche Programm vor Ort wie die Jugendarbeit, die Erste-Hilfe-Ausbildung und der Sanitätsdienst bei Veranstaltungen nahezu zum Erliegen kam, kamen viele neue Aufgaben hinzu, wie Malteser-Pressereferent Andre Schoo berichtet.

 

So übernahmen die Malteser aus der Töpferstadt den Fieber-Krankentransportwagen. "Auf Anforderung des Krisenstabes im Kreis Steinfurt haben wir unsere Dienststelle zu einer "Hilfsrettungswache" umgebaut und den ortseigenen Krankentransportwagen (KTW) zu einem "Fieber-KTW" oder "Hilfs-KTW" umfunktioniert." Hintergrund der Anfrage sei gewesen, den öffentlichen Regelrettungsdienst um Infektionstransporte zu entlasten und an COVID-19 erkrankte Patienten oder solche mit dringendem Verdacht einer Infektion in ein Krankenhaus zu transportieren, erklärt der Pressereferent.
Weil die Ochtruper Dienststelle keine Rettungswache ist, mussten die ehrenamtlichen Mtglieder entsprechende Aufenthalts-, Hygiene- und Desinfektionsräume sowie eine Personalschleuse und eine sogenannte schwarz-weiß Trennung - eine Trennung zwischen infektiösem Bereich und sauberem Bereich - einrichten. Das Fahrzeug sei in Zwölf-Stunden-Schichten an sieben Tagen pro Woche ehrenamtlich mit den Maltesern in Ochtrup sowie den Kameraden aus Metelen und Rheine besetzt gewesen.

 

Die Malteser aus der Töpferstadt waren zudem im Fieber-Lazarett in Laer im Einsatz. Die Einrichtung sei vom Krisenstab des Kreises Steinfurt ebenfalls als Instrument der Gefahrenabwehr etabliert worden. "Dort galt es, die Patienten im 24-Stunden-Betrieb zu versorgen, entsprechende Dienstpläne zu gestalten und die Logistik für den Betrieb zu regeln", zählt Schoo umfangreiche Aufgaben auf. Hierzu stellten die Malteser aus Ochtrup neben ihren Kollegen aus anderen Ortsverbänden organisationsübergreifend in allen Bereichen Personal zur Verfügung. Das Fieber-Lazarett in Laer sei durch den Krisenstab zwei Mal aktiviert worden, einmal davon im Rahmen eines Amtshilfeersuchens des Kreises Warendorf bei einem dortigen größeren Corona-Ausbruch.

 

Mehrfach seien Helfer der Malteser in Ochtrup für Massentestungen bei punktuellen Corona-Ausbrüchen im Kreisgebiet im Jahresverlauf angefordert worden. "Da durch Corona-Ausbrüche in den Nachbarkreisen Coesfeld und Warendorf ebenfalls viele Arbeitnehmer auch aus dem Kreis Steinfurt betroffen waren, waren wir in unseren Abstrich-Teams kreisweit im Einsatz."

 

Die Malteser unterstützen zudem über die Weihnachtsfeiertage die Mitarbeiter der Seniorenheime Carl-Sonnenschein-Haus und Ferdinand-Tigges-Haus bei der Durchführung von Schnelltests für Besucher der Seniorenheime. "Als und das ANliegen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erreichte, war für uns schnell klar, dass wir hier personell unterstützen wollen. So sind wir mit dem Einrichtungsleiter in Kontakt getreten, um die Details zu klären", erklärt Dennis Sahle, kommissarischer Stadtbeauftragter der Malteser. "Damit helfen wir einerseits den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen, an Weihnachten Besuch ihrer Angehörigen empfangen zu können, leisten aber auch unseren Beitrag, das Virus aus den EInrichtungen fern zu halten", so Sahle.
DIe Malteser unterstützen die genannten Einrichtungen in Vier-Stunden-Schichten ehrenamtlich. Alle Helfer bringen bereits Abstricherfahrungen mit und sind für ihre Aufgabe genau geschult, um den Eigen- und Fremdschutz zu gewährleisten.

 

Ein weiterer Einsatzbereich ist das Impfzentrum am Flughafen Münster/Osnabrück. Dafür gebe es eine Anfrage durch den Kreis Steinfurt, dieses im Betrieb personell zu unterstützen, erklärt Schoo. Ebenfalls waren neben weiteren Vertretern der Hilfsorganisationen auch Malteser aus Ochtrup im Krisenstab des Kreises Steinfurt aktiv. Dort hätten sie als Fachberater beratend zur Seite gestanden.

 

Besondere Schwierigkeiten habe im Corna-Jahr die Schulung und Unterweisung der ehrenamtlichen Helfer in ihre speziellen Aufgaben bereitet. Diese seien sowohl in Kleingruppen unter Einhaltung der AHA-Regel (Atemmaske, Hygiene und Abstand) sowie in Online-Unterweisungen durchgeführt worden. Schoo betont, dass diese Einsätze nur möglich seien, weil Arbeitgeber durch die Freistellung der Helfer die Arbeit der Malteser  unterstützen. Das sei in der auch für viele Unternehmen schwierigen Lage keine Selbstverständlichkeit.

 

"Rückblickend können wir sagen, dass wir in Ochtrup stolz auf unser 20-köpfiges engagiertes Team der Einsatzdienste sein können. Jeder Einzelnehat im Rahmen der Corona-Pandemie eine Menge ehrenamtliche Arbeit geleistet, die nicht selbstverständlich ist", sagt der Pressereferent. "Ohne unsere kliene Helfergruppe vor Ort wären die vielen Angebote des Katastrophenschutzes nicht in dem Rahmen möglich gewesen, wie wir sie letzlich durchführen konnten und in Zukunft durchführen werden."

 

 

 

Quelle: Marion Fenner, Westfälische Nachrichten , 23.12.2020
[WN+] Hilfseinsätze der Malteser: Viele neue Aufgaben im Corona-Jahr - Ochtrup - Westfälische Nachrichten

 

Weitere Informationen

Wir sind erreichbar:

Mo. - Do.:
08:00 bis 16.30 Uhr

Fr.:
08:00 bis 14:00 Uhr

Telefon: 02553 5577
Telefax: 02553 80682

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e. V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE8037 060 1201 2012 14757  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7