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Malteser Ochtrup

Alltagsritter

Alltagsritter sein - in der Malteser Einsatzeinheit

Das nächste Info-Event

Für Antworten auf Ihre Fragen stehen wir am 15.05.2019 um 19.00 Uhr

in unserer Unterkunft an der Prof.-Katerkamp-Str. 1 in Ochtrup für Sie bereit!

Alle Infos auf einen Blick!

Was macht die Einsatzeinheit?

Als Teil der Gefahrenabwehr sind wir -ähnlich wie die Feuerwehr- über Funkmeldeempfänger (Pieper) über die Leitstelle alarmierbar. Unsere Hilfe kommt dann zum Tragen, wenn die Kräfte des Regelrettungsdienstes bei einem Großschadensereignis nicht mehr ausreichen oder wenn eine Vielzahl betroffener Personen betreut werden muss. Mögliche Einsatzlagen sind neben Großschadenslagen mit vielen Verletzten auch Evakuierungen bei Bombenfunden oder Naturkatastrophen wie Hochwasserlagen.

Es muss aber nicht immer etwas schlimmes passiert sein, damit wir in den Einsatz fahren. Oft sind wir mit unserer gesamten Einheit auch auf großen Events im Rahmen von geplanten Einsätzen vor Ort. Beispielhaft zu nennen sind hier die Katholikentage, auf denen wir regelmäßig Teilnehmerunterkünfte aufbauen und betreuen, oder Weltjugendtage.

Im Kleinen sind wir auf Ortsebene auch auf vielen lokalen Veranstaltungen mit unseren Saniätern anzutreffen um hier im Sanitätsdienst für die kleinen und großen Katastrophen bereitzustehen.

Wie wird man Alltagsritter?

Die Helfer der Malteser werden für den Einsatz im Katastrophenschutz umfassend vorbereitet und qualifiziert. Die theoretische und praktische Schulung in den Gruppen befähigt sie, auch unter schwierigen Bedingungen kompetente Arbeit und Hilfe zu leisten. Die Kenntnis und Beherrschung der technischen Möglichkeiten ist dabei ebenso wichtig, wie die Bereitschaft zum persönlichen Einsatz.

Nach einer Helfergrundausbildung und einem Erste Hilfe Kurs am Beginn der Malteserkarriere bieten wir je nach Wunsch und persönlichen Fähigkeiten weitergehende medizinische Ausbildungen wie Rettungshelfer oder Rettungssanitäter, technische Ausbildungen wie Technikhelfer und Sprechfunker oder weitere Ausbildungen wie Betreuungshelfer, Verpflegungshelfer oder Feldkoch an.

Ganz nach Deinen persönlichen Fähigkeiten kannst Du dich auch in weiteren Bereichen unserer Einsatzeinheit einbringen. Beispielhaft zu nennen sind hier Kfz-Wartung, Lagerhaltung von medizinischem und sonstigem Material oder MPG-Beauftragter für Geräte nach dem Medizinproduktegesetz.

Wer kann in der Einsatzeinheit sein und wer ist aktuell dabei?

In der Einsatzeinheit aktiv sein und zu den Einsätzen rausfahren kann grundsätzlich jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Nach einer Grundausbildung und durch regelmäßige Übungsabende wirst du an die Aufgaben im Einsatz und Sanitätsdienst herangeführt.

Aktuell sind wir eine muntere Gruppe aus XXX Helfern in verschiedenen Altersklassen und mit verschiedenen Interessen und Aufgabenverteilungen, in der sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen kann.

Wie viel Zeit benötigt es, Alltagsritter zu sein?

Nach einer Einführung für neue Ehrenamtliche, die an zwei Wochenenden (Helfergrundausbildung, ca. 32 Unterrichtsstunden) stattfindet und auch einen Erste-Hilfe-Kurs umfasst, können Sie j folgende Ausbildungen anschließen:

    Einsatzsanitäter (80 Unterrichtsstunden)
    Einsatzsanitäter mit Ergänzungsprüfung zum Rettungshelfer NRW (80 Unterrichtsstunden)
    Rettungshelfer (240 Unterrichtsstunden)
    Rettungssanitäter (520 Unterrichtsstunden)

Bei regelmäßigen Dienstabenden werden Einsätze besprochen, Material und Fahrzeuge vorbereitet und kleinere Fortbildungseinheiten angeboten.

An Wochenenden sind wir regelmäßig mit mind. zwei Helfern auf Sanitätsdiensten in und um Ochtrup. Einsätze im Rahmen der Gefahrenabwehr lassen sich nicht planen.

Dann kann es losgehen. Wie oft (ob ein-, zweimal oder häufiger im Monat), das entscheiden Sie!

 

Wann und wo?

Unsere Dienstabende finden Freitagsabends statt. Beginn ist um 19.00 Uhr an unserer Dienststelle an der Prof.-Katerkamp-Straße.

Die Themen an unseren Dienstabenden sind unterschiedliche. Hier haben wir von medizinischer und technischer Ausbildung über Übungen, Material- und Fahrzeugpflege bis hin zu geselligen Aktionen alles im Angebot.

Einmal im Monat findet ein Zugabend statt. Hier treffen wir uns mit unseren Freunden aus Metelen und Rheine, mit denen wir zusammen eine Einsatzeinheit bilden und führen hier in der Regel Ausbildungsabende und Übungen durch. Der Zugabend findet Donnerstags statt.

Erfahrungsberichte und Helferkarrieren

Alexander Kipp
Kerstin Hötzel
  • Alexander Kipp arbeitet als Bankkaufmann. Er interessiert sich für Wirtschaft, Geschichte, Politik, aber vor allem seine Malteserarbeit.

    Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

    Seit 2002.

    Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

    Bei den Maltesern habe ich schon viele Tätigkeiten wahrgenommen – schwerpunktmäßig im Bereich Notfallvorsorge. Ich bin als ausgebildeter Verbandsführer Teil der Gefahrenabwehr im Kreis Steinfurt.

    Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

    Ich kann mich mit den Zielen der Malteser stark identifizieren und sehe mich so als Teil einer großen und kameradschaftlichen Bewegung.

    Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

    Das ist wirklich schwer, zumal der Anteil der Pflichtfortbildungen immer weiter zu- und damit der Zeitanteil, der in echte Malteserarbeit investiert werden kann, stetig abnimmt. Man muss seine Zeit schon gut einteilen und auch auf Freizeit verzichten.

    Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz?

    Da fallen mir viele ein. Im letzten Jahr hat der Kreis Steinfurt eine Behandlungsplatzbereitschaft 50 zum G-20-Gipfel entsandt. In dem Einsatzzeitraum hatte ich die stellvertretende Verantwortung für insgesamt rund 160 Einsatzkräfte. Die Vorbereitung dieses Einsatzes war natürlich sehr zeitraubend. Bemerkenswert waren aber auch zwei Einsätze in Italien. Im vorletzten Jahr leitete ich eine Gruppe von Einsatzkräften in Rom. Wir haben im Rahmen des Heiligen Jahres 2016 Sanitätsdienst in einigen der wohl beeindruckendsten Kirchen der Christenheit getan.
    Bereits einige Jahre zuvor habe ich bei einem Betreuungseinsatz nahe L’Aquila mitgewirkt. Durch ein Erdbeben ist die Region um diese Stadt stark zerstört worden. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden so obdachlos. Mehrere Dörfer wurden komplett evakuiert. Unseren Dienst verrichteten wir in einem Lager, in dem die Bewohner eines solchen Dorfes nun lebten: In Zelten auf dem Parkplatz der dortigen Universität.

  • Kerstin Hötzel ist Schilder- und Lichtreklameherstellerin. Zu ihren Hobbys zählen ihr Hund und natürlich die Malteser.

    Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich aktiv bei den Maltesern?

    Seit August 2001.

    Beschreiben Sie kurz Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern?

    Ich bin derzeit Leiterin Einsatzdienste der Malteser im Kreis Steinfurt und vertrete gegenüber dem Kreis und anderen die Einsatzeinheiten im Kreis.
    In der Ortsgliederung Ochtrup bin ich Helferin, übernehme aber auch hier Aufgaben, wo ich benötigt werde.

    Was gefällt Ihnen bei den Maltesern am besten?

    Das „Wir-Gefühl“, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein und sich nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen zu können.
    Schön finde ich auch, auf überregionalen Einsätzen wie dem DKT (Deutscher Katholikentag) Gleichgesinnte zu treffen, dort sind auch schon die einen oder anderen Freundschaften entstanden!

    Wie bringen Sie Ehrenamt und Beruf unter einen Hut?

    Das gestaltet sich oft schwierig. Über Tag während der Arbeit bin ich immer nur bedingt ansprechbar, alles weitere fällt in die Freizeit abends oder am Wochenende, aber gerne nimmt man auch schon mal Urlaub, zum Beispiel für den DKT, der regelmäßig stattfindet.

    Was war Ihr interessantester/erfolgreichster/bemerkenswertester Einsatz/Erlebnis?

    Da fallen mir zwei ein. Zum einen der G20-Gipfel im letzten Jahr, wir Malteser gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt, DRK, Feuerwehr und DLRG im Einsatz waren. Die Vorbereitungsphase war sehr intensiv und zeitraubend. Aber die Mühe hat sich gelohnt und wir haben viele Erkenntnisse aus diesem Einsatz mitnehmen können.
    Als zweites fällt mir der DKT ein, hier durften wir schon mehrfach die Besucherunterkünfte organisieren und betreiben, aber auch die sanitätsdienstliche Seite des Einsatzes. Ich habe hier mehrfach die Besucherunterkünfte, die in Schulen sind, stellvertretend aber auch selbstverantwortlich geleitet. Ich nehme aus solchen Einsätzen immer gerne neue Erfahrungen mit und lasse diese bei neuen Einsätzen miteinfließen.

    Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich bei den Maltesern? Was ist Ihre Motivation?

    Bei den Maltesern bekomme ich die Möglichkeit, mich in unterschiedlicher Weise einzubringen. Es gibt einem das Gefühl, zu einem großen Ganzen zu gehören und dieses mitgestalten zu können.

Gemeinschaft Einsatzeinheit

Hier entsteht ein Text

Unsere Erwartungen

Für Ihre Mitarbeit beim Sanitätsdienst sollten Sie

    Spaß an der Arbeit mit anderen Menschen haben,
    teamfähig sein,
    auch in Notfallsituationen Nervenstärke beweisen und
    Freude daran haben, Maßnahmen der ersten Hilfe zu erlernen sowie verletzten und erkrankten Menschen zu helfen.

Im Sanitätsdienst kann es auch um Menschenleben gehen. Deshalb bereiten wir unsere Ehrenamtlichen für den Einsatz mit einer internen Ausbildung sowie regelmäßigen kleineren Fortbildung gut vor.
Für den Einsatz muss auch das Material stimmen; das checken wir regelmäßig bei den Gruppenabenden.

Dann kann es losgehen. Wie oft (ob ein-, zweimal oder häufiger im Monat), das entscheiden Sie!

 

Weitere Informationen

Veranstaltungen

Kursangebot:

Erste Hilfe Kurs

Sa., 21.12.2019
9.00 - 16.30 Uhr

Anmeldung hier!

Veranstaltungen

Dienstabend
Einsatzdienste

jeden Freitag
19.00 Uhr

Erfahren Sie hier mehr!

Wir sind erreichbar:

Mo. - Do.:
08:00 bis 16.30 Uhr

Fr.:
08:00 bis 14:00 Uhr

Telefon: 02553 5577
Telefax: 02553 80682

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e. V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE8037 060 1201 2012 14757  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7