Nächster Kurs für Führerscheinbewerber in Lebensrettenden Sofortmaßnahmen
Sa, 10. März 2012
Beginn: 14 Uhr
Gebühr: 25,- EUR
Weitere Informationen finden Sie hier.
Der Malteser Hilfsdienst in Ochtrup wurde im Jahre 30. Oktober 1968 von Josef Wigger, dem damaligen Stadtdirektor Bernhard Elling und vier weiteren Freiwilligen mit der Durchführung eines Erste-Hilfe-Kurses gegründet. Dozenten kamen aus Burgsteinfurt und Rheine. Am 1. Januar 1969 trafen sich die ersten Mitglieder zu einer gemeinsamen Sitzung im Pfarrheim an der Hellstiege. Fünf junge Leute nahmen zusammen mit ihrem Stadtbeauftragten, Josef Wigger, ihre ehrenamtliche Arbeit auf.
Zunächst bezog man eine Unterkunft am Westwall in der Nähe der Feuerwache. Mitte der 80er Jahre zogen die Malteser an die Prof.-Katerkamp-Str. 1, wo sich die Unterkunft auch heute noch befindet.
Schnellstmöglich besuchten die jungen Ehrenamtlichen einen Ausbilderlehrgang um sich um die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe zu kümmern. Allein im ersten Jahr wurden 160 Personen in Erster Hilfe ausgebildet und 13 Kurse in "Lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort" für Führerscheinbewerber abgehalten
Neben der Breitenausbildung wirkten die Malteser zeitnah in der 64. ZS-SB mit. Eine Einheit, die im Rahmen des Katastrophenschutzes im Kreis Steinfurt aufgestellt worden war.
1970 führte man die erste Kleinübung unter dem Titel "MHD im Einsatz - Flugzeugabsturz in der Gellenbeckstraße" durch. Da der noch jungen Ortsverband wegen Geldmangels über keinerlei Fahrzeuge verfügte, mussten die aktiven Mitglieder ihre Privatfahrzeuge zur Verfügung stellen.
Ebenfalls 1970 wurde erstmals unter Mitwirkung von Frau Dr. Kleine-Rüschkamp ein Sanitätskursus durchgeführt, den inzwischen 15 Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes mit Erfolg absolvierten.
Am 24.07.1970 entschloss man sich, neben der Ausbildung von Helfern im Malteser Hilfsdienst, der Mitarbeit in Katastrophenschutz und Breitenausbildung eine Jugendgruppe im MHD zu gründen, um auch die Jugend anzusprechen. Die Gruppenarbeit umfasste in erster Linie die spezielle Ausbildungsarbeit in den bereits bestehenden Fachdiensten und die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen des Bundes sowie an Maßnahmen der öffentlichen katholischen Jugendarbeit des Bundes der Deutschen katholischen Jugend.
Aus den einst sechs Freiwilligen waren im Jahr 1972 bereits 54 geworden; heute gehören dem Malteser Hilfsdienst in Ochtrup 125 aktive Helferinnen und Helfer sowie gut 900 Fördermitglieder an.
Damals wie heute findet die Malteserarbeit in der christlichen Überzeugung statt, dass dem Menschen in jedem Mitmenschen, besonders aber im Kranken und Notleidenden, Jesus Christus begegnet. Ihre Motivation steht unter dem Leitsatz "Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen" (Tuitio fidei et obsequium pauperum). Trotz seiner konfessionellen Gebundenheit steht der Malteser Hilfsdienst sowie seine Leistungen allen Interessierten offen.
In Ochtrup unterhalten die Malteser heute sowohl haupt- als auch ehrenamtliche Strukturen.
Zum Hauptamt, das aus einst ehrenamtlichen Aktivitäten hervorgegangen ist, gehören
Ansprechpartnerin ist die Dienststellenleiterin, Elisabeth Holtmann.
Ehrenamtlich sind die Ochtruper Malteser in den Bereichen
aktiv.
Seit dem Jahr 2011 verstärken die Malteser in Ochtrup den Kampf gegen Leukämie mit gezielten Typisierungsaktionen in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband sowie der DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei.
Den Kern der Malteserarbeit im Erwachsenenverband in Ochtrup bildet die Einsatzeinheit Ochtrup (EEO). Die EEO ist im Sanitätswesen- und Katastrophenschutz tätig und hat derzeit 21 Mitglieder (Mindestalter 16 Jahre).
Zu den Tätigkeitsbereichen der EEO gehören die Unterhaltung eines
nebst zugehöriger Besatzung.
Weiter führen die Mitglieder die sanitätsdienstlich Betreuung unterschiedlichster Veranstaltungen in Ochtrup und Umgebung durch.
Aufgrund der im Sanitätsbereich äußerst ausgeprägten ortsübergreifenden Zusammenarbeit der Maltesergliederungen ist die Einsatzeinheit häufig auch über die Stadtgrenzen hinaus aktiv, zuletzt beim Papstbesuch 2011 in Freiburg.
Ihre Qualifikationen halten die EEOler beim wöchentlichen Dienstabend - ähnlich den Dienstabenden der Feuerwehr - aktuell.
Neben der EEO steht der Ausbildungsbereich. Hier ist ein derzeit vierköpfiges Ausbildungsteam aktiv.
Monatlich werden Kurse in "Lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort" für Führerscheinanwärter angeboten. Je nach Bedarf werden auch Kurse in Erster Hilfe, Sanitätskurse, Schwesternhelferinnenkurse und spezielle Erste Hilfe Kurse (z. B. Erste Hilfe an Säuglingen und Kleinkindern) angeboten.
Für einige ortsansässige Firmen übernehmen die Malteserausbilder die Betreuung im Sanitätsbereich. Dazu gehört neben der Auswahl geeigneter Notfallkoffer auch die Beratung, Unterstützung und Vermittlung beim Kauf von Frühdefibrillatoren (AED) und die Vermittlung spezifischer Erste Hilfe Kenntnisse an die Mitarbeiter.
Im Altkleiderbereich führen die Malteser jährlich zwei große Straßensammlungen durch. Hinzu kommen die auf das Stadtgebiet verteilten Altkleidercontainer.
Der Erlös des Altkleiderbereichs kommt den ehrenamtlichen sozial-caritativen Aufgaben der Malteser zugute.
Mit rund 60 Mitgliedern ist die Malteser Jugend in Ochtrup besonders hervorzuheben. Derzeit gibt es 3 aktive Jugendgruppen, die von gut ausgebildeten Gruppenleitern geführt werden. Seit 2011 ist das Mitarbeiterprinzip eingeführt worden.
Die Mitglieder der Malteser Jugend Ochtrup sind zwischen acht und achtzehn Jahre alt. Sie erfahren eine Ausbildung in Erster Hilfe und gehen in den Jugendgruppen Aktivitäten ähnlich denen der Pfadfinder und Messdienergruppen nach.
Besonders reizvoll ist für viele Jungmalteser das Zusammentreffen mit anderen "Maltis" auf Fahrten und in Lagern wie beispielsweise dem jährlich stattfindenden Bundesjugendlager, in dem Malteserjugendliche aus ganz Deutschland zusammentreffen.